Temporäres Wohnen in Paris (1–12 Monate): Ein praktischer Leitfaden
Eine temporäre Wohnung in Paris für einen Zeitraum von 1 bis 12 Monaten zu finden, kann schwierig sein. Diese Dauer liegt in einer Grauzone: Sie ist oft zu lang für touristische Unterkünfte und zu kurz für klassische Wohnmietverträge.
Infolgedessen haben viele Mieter Schwierigkeiten zu verstehen, welche Optionen rechtlich zulässig und praktisch geeignet sind.
Dieser Leitfaden erklärt, was temporäres Wohnen in Paris bedeutet, für wen es gedacht ist und welche Hauptlösungen im Jahr 2026 zur Verfügung stehen.
Was bedeutet "temporäres Wohnen" in Paris?
Auf dem Pariser Mietmarkt bezeichnet temporäres Wohnen in der Regel möblierte Unterkünfte, die für einen begrenzten Zeitraum – meist zwischen einem und sechs Monaten – vermietet werden, ohne die Absicht einer langfristigen Niederlassung.
Dieses Format wird häufig genutzt von:
Praktikanten und Studierenden in Kurzprogrammen
Fachkräften mit befristeten Arbeitseinsätzen
Expats, die umziehen und eine langfristige Wohnung suchen
Beratern oder projektbasiert arbeitenden Personen
Personen in einer Übergangsphase zwischen zwei Wohnsitzen
Das französische Mietrecht behandelt Kurzaufenthalte, Mobilitätsmietverträge und klassische Langzeitmieten sehr unterschiedlich. Deshalb erfordert der Zeitraum von 1 bis 6 Monaten spezielle Lösungen.
Warum Aufenthalte von 1–12 Monaten in Paris kompliziert sind
Mehrere Faktoren erschweren den Zugang zu temporärem Wohnraum:
Klassische Mietverträge (möbliert oder unmöbliert) sind auf langfristiges Wohnen ausgelegt
Kurzzeitvermietungen sind reguliert und über mehrere Monate hinweg oft teuer
Viele Vermieter verlangen einen französischen Bürgen und umfangreiche Unterlagen
Das Angebot an möblierten Wohnungen ist im Pariser Zentrum begrenzt
Daher müssen Mieter häufig über den klassischen privaten Mietmarkt hinaus suchen.
Hauptoptionen für temporäres Wohnen in Paris
Kurzzeitvermietungen (Airbnb und ähnliche Plattformen)
Möblierte Kurzzeitwohnungen sind in Paris weit verbreitet und bieten hohe Flexibilität.
Vorteile
Sofortige Verfügbarkeit
Vollständig möbliert
Flexible Buchung
Nachteile
Hohe Kosten über mehrere Monate
Nicht für dauerhaftes Wohnen konzipiert
Begrenzter Mieterschutz
Am besten geeignet für Aufenthalte von wenigen Wochen bis zu einem Monat, weniger für mehrere Monate.
Hotels und Aparthotels
Hotels und Serviced Apartments können mittelfristige Aufenthalte ermöglichen.
Vorteile
Keine administrativen Anforderungen
Inklusive Services
Nachteile
Sehr hohe monatliche Kosten
Begrenzter Platz und Privatsphäre
Für langfristiges Alltagsleben ungeeignet
Untermiete (‘Sous-location”)
Bei der Untermiete wird eine Wohnung für einen begrenzten Zeitraum von einem Hauptmieter angemietet.
Vorteile
Teilweise günstiger
Wohnliches Umfeld
Nachteile
Rechtlich komplex
Unvorhersehbare Verfügbarkeit
Risiko informeller oder unsicherer Vereinbarungen
Mobilitätsmietvertrag (“Bail mobilité”)
Der Mobilitätsmietvertrag ist ein französischer Mietvertrag, der speziell für temporäre Aufenthalte konzipiert wurde.
Zentrale Merkmale:
Dauer: 1 bis 10 Monate
Ausschließlich möblierte Wohnungen
Keine Kaution
Beschränkt auf bestimmte Profile (Studierende, Praktikanten, Mitarbeitende auf Entsendung)
Diese Option eignet sich oft gut für temporäres Wohnen, allerdings ist das Angebot begrenzt.
Coliving und gemanagte Wohnformen
Coliving- und gemanagte Wohnkonzepte haben sich in Paris stark entwickelt, um den Bedarf an flexiblem und temporärem Wohnen zu decken.
Typische Merkmale:
Möblierte private Zimmer oder Studios
Geteilte Gemeinschaftsflächen
All-inclusive-Monatsmiete
Zentrale Verwaltung
Vertragsformate, die auf mittelfristige Aufenthalte zugeschnitten sind
Diese Lösungen richten sich häufig an Bewohner, die mehrere Monate bleiben und planbare Kosten sowie geringe administrative Komplexität wünschen.
Beispielsweise gehört Colonies zu den Anbietern von gemanagtem Wohnen in Paris und bietet möblierte Apartments, Wohngemeinschaften und Coliving-Residenzen mit Vertrags- und Preisstrukturen an, die auf Studierende, junge Berufstätige und internationale Bewohner mit temporärem Wohnbedarf zugeschnitten sind.
Administrative Aspekte, die zu berücksichtigen sind
Bei der Suche nach temporärem Wohnraum in Paris sollten Mieter Folgendes einplanen:
Nachweise über den Status (Student, Arbeitnehmer, berufliche Entsendung)
Anforderungen an möblierte Wohnungen
Begrenzungen der Vertragslaufzeit
Unterschiedliche Kündigungsfristen je nach Vertragsart
Ein frühzeitiges Verständnis dieser Rahmenbedingungen kann Verzögerungen und gescheiterte Bewerbungen deutlich reduzieren.
Welche Option ist für einen Aufenthalt von 1–12 Monaten am besten?
Es gibt keine universelle Lösung. Allgemein gilt:
Unter 1 Monat: Kurzzeitmiete, Hotel oder Airbnb
1–3 Monate: Kurzzeitmiete, Mobilitätsmietvertrag (1 bis 10 Monate), Coliving, gemanagte Wohnformen
3–12 Monate: Mobilitätsmietvertrag oder gemanagte Wohnformate
Die richtige Wahl hängt vom Budget, der rechtlichen Eignung und dem gewünschten Maß an Stabilität ab.
Zentrale Erkenntnisse
Temporäres Wohnen in Paris besetzt eine spezifische rechtliche und praktische Nische
Klassische Mietverträge sind für Aufenthalte unter 12 Monaten oft ungeeignet
Es existieren mehrere Alternativen, jeweils mit eigenen Vor- und Nachteilen
Möblierte und gemanagte Wohnformate schließen die Lücke zwischen Kurzzeit- und Langzeitmiete